Das Haus am See

Dieses Gedicht ist mir um 2 Uhr Morgens eingefallen, als ich einfach nicht und nicht einschlafen wollte.
Also habe ich mich auf mein Flachdach gesetzt, einen Stift genommen und angefangen zu schreiben.
Das ist dabei entstanden.

„Beim Haus am See da brennt noch Licht.
Beim Haus am See, man sieht sie nicht, wie Träume abends schlafen gehen
Um Morgens wieder aufzustehen. 

Beim Haus am See da brennt noch Licht. 
Beim Haus am See sitzt wer am Dach.
Beim Haus am See ist jemand wach,
Um Sterne und den Mond zu sehen, 
Manches wird man nie verstehen. 

Im Garten kurz nach Mitternacht, was Neues dann erneut erwacht.
Ein Regenwurm schreibt ein Gedicht, beim Haus am See man sieht ihn nicht.
Und eine Spinne schlägt ihr Netz, merkt dass sie Fliegen sehr verletzt. 
Weint eine kleine Träne nur und ändert dann ihre Figur.

Die Spinne wird zu einem Baum und sitzt verlor´n in weitem Raum, 
Wie gern sie ihre Wurzeln schlägt, die Erde unter sich begräbt. 
Beim Haus am See sitzt eine Frau, nicht schön, auch nicht besonders schlau. 

Und sie sucht am Himmelszelt, etwas das sie am Boden hält. 
Beim Haus am See springt wer vom Dach, in die tiefe, dunkle Nacht.
Taucht ins klare Wasser ein, so still, es hört ihn niemand schrei´n
Beim Haus am See springt wer vom Dach. 

Beim Haus am See da liegt ein Schatz, der so viel Angst vorm Funkeln hat.
Unendlich wertvoll ist der Schatz und darum ja versteckt er sich.
Weil er weiß, wenn wer ihn find und wär es auch ein süßes Kind,
Die Gier wär groß, nichts mehr wär wahr, im Hals ein Kloß, Enttäuschung da,

Der Schatz entweiht.
Drum schweigt der Schatz, ein Leben lang,
Damit der Schatz ein Schatz sein kann.“

~ Julia Anna Franye ~

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